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Orientierungslauf - WM mit positivem Fazit aus deutscher Sicht
Bild vergrößernIm folgenden Herrenrennen kannte die Begeisterung der Zuschauer kein Halten mehr, als die einheimischen Franzosen bereits am letzten Wechsel knapp in Führung lagen und der zweifache Weltmeister und Star der Titelkämpfe Thierry Gueorgiou mit einer souveränen Schlussrunde den seit Jahren verdienten und erwarteten Titel, der wegen diverser Handicaps jedes Mal nicht zustande gekommen war, endlich unter Dach und Fach brachte. Das deutsche Herren-Trio hatte erwartungsgemäß mit der spannenden Entscheidung um die Medaillen nichts zu tun, vermied aber nach den Informationen aus dem Damenrennen unkonzentrierte Aktionen. In guter Position liegend verlor der Startläufer Christoph Brandt auf der kurzen Schlussschleife rund drei Minuten und etliche Plätze und wechselte als 22. der 40 gestarteten Teams. Bjarne Friedrichs überholte nach gutem und sicherem Lauf eine ganze Gruppe von Läufern und brachte das deutsche Team auf den 17. Rang vor. Der Schlussläufer Sören Lösch verspielte durch zwei kleinere Patzer zwar einen Platz, aber mit Rang 18 blieb das deutsche Trio im Rahmen seiner Möglichkeiten und dem angepeilten Ergebnisfenster.
Damit endete die diesjährige OL-WM, die von den Franzosen in den Savoyer Alpen auf 1300m Höhe in einem höchst anspruchsvollen Terrain hervorragend ausgerichtet worden waren und von den Erfolgen der überragenden Schwedinnen und des Lokalmatadors Thierry Gueorgiou geprägt waren. Aber auch das Fazit der deutschen Trainer fiel positiv aus: Zwar konnten die Damen keine Akzente setzen, aber alle fünf nominierten Herren erfüllten das in sie gesetzte Vertrauen. Das deutsche Ausrufezeichen setzte der Seesener Bjarne Friedrichs, der als einziger sich für einen Finallauf qualifizieren konnte und mit einem hervorragenden 41. Platz das Finale über die Langdistanz abschloss. Die übrigen deutschen Teilnehmer bewiesen zumindest, dass das Nominierungskriterium Finalteilnahme durchaus in Reichweite war. Nachdem in diesem Jahr eher die OL-Techniker im Vorteil waren, werden in einem Jahr bei der nächsten OL-WM im schweizerischen Lausanne sich vermutlich eher die läuferisch stärkeren Athleten durchsetzen.
Online: 23.8.11 10:44 • Newsgebiet: Sport & Vereine • Alle Meldungen • Kommentare (0)
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