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BAB 7 - Schwerer Verkehrsunfall - LKW-Fahrer von eigener Zugmaschine überrollt
Bild vergrößernAn beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Weiterhin wurden rund 30 Meter Schutzplanke beschädigt. Aus beiden Fahrzeugen liefen Betriebsflüssigkeiten aus.
Der Gesamtschaden wird auf 150.000 Euro geschätzt.
Zur Klärung der Unfallursache wurden beide beteiligten Zugmaschinen durch die Polizei sichergestellt.
Im Zuge der Bergungsmaßnahmen, Unfallaufnahme und Fahrbahnreinigung wurde die BAB 7, Richtung Hannover für circa 6 Stunden vollgesperrt. Der Verkehr staute sich bis zu einer Länge von 10 km. Der Verkehr wurde an der ehemaligen Rastanlage Seesen zwangsabgeleitet. Eine Umleitungsempfehlung wurde ab der Anschlussstelle Echte über die U 15 und U 17 bis zur Anschlussstelle Rhüden gegeben. Zum Zwecke der Reinigungs- und Reparaturarbeiten an der Schutzplanke wurde der Verkehr von 8:00 -11:20 Uhr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
Eingesetzte Kräfte: Autobahnpolizei Hildesheim mit 1 Fahrzeug, Autobahnpolizei Göttingen mit 2 Fahrzeugen, Feuerwehr Seesen und Bad Gandersheim, 2 RTW, 1 Notarzt, Abschleppunternehmen, Spezialunternehmen zur Fahrbahnreinigung und Autobahnmeisterei Seesen, Landkreis Goslar: Untere Wasserbehörde, Sachverständiger.
- i.A. Künkel, POK` in -


Bericht der Seesener Feuerwehr:
Dienstag, 12.05.2009, 02:30 Uhr (cs) Zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten kam es in der Nacht zum heutigen Dienstag auf der BAB 7 in Fahrtrichtung Nord zwischen der ehemaligen Raststätte und der Anschlussstelle Seesen. Zu dem Unfall kam es gegen 02:30 Uhr, als der Fahrer einer Solo-Zugmaschine sein Fahrzeug vor einer Baustelle kurz hinter der ehemaligen Raststätte Seesen, aufgrund einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h, abbremsen musste. Der Fahrer des hinter ihm fahrenden Sattelzuges erkannte das offensichtlich zu spät und fuhr auf die Zugmaschine auf. Das Solo-Fahrzeug wurde daraufhin zunächst frontal in die Mittelleitplanke gedrückt. Nach dem Einschlag schleuderte das Fahrzeug zurück auf den Hauptfahrstreifen. Vermutlich bei dem Aufprall in die Mittelschutzplanke wurde der Fahrer der Zugmaschine durch die Windschutzscheibe aus der Kabine geschleudert und schließlich von seinem eigenen Fahrzeug überrollt. Die 18 Tonnen schwere Zugmaschine begrub den Fahrer regelrecht unter sich. Er konnte sich aus dieser prekären Lage nicht selbstständig befreien.
Durch den Rettungsdienst wurde der Patient zunächst stabilisiert. Der Fahrer war zu dieser Zeit ansprechbar. Unterdessen bereiteten die Kräfte der Feuerwehr Seesen die technische Rettung vor. Diese wurde dann mit Hilfe der Hydraulikwinden (Büffelwinden) durchgeführt, mit denen das Fahrzeug an der Vorderseite angehoben wurde. Mit Rüsthölzern wurde das Fahrzeug unterbaut und zusätzlich gesichert. Nachdem das Fahrzeug um eine Höhe von ca. 30 cm angehoben wurde, konnte der Patient mit Hilfe eines Rettungstuches gerettet und an den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben werden.
Als zusätzliche Schwierigkeit und erhebliche Gefahr stellte sich der massive Austritt von Dieselkraftstoff, Motoröl und weiteren Betriebsstoffen dar. So war die gesamte Einsatzstelle auf einer Länge von ca. 100 Metern nahezu vollständig mit Öl und Diesel verschmutzt. Die Einsatzkräfte mussten ihre Arbeiten teilweise im Kraftstoff knieend durchführen. Aber auch der Patient war von dem massiven Austritt betroffen. Zur Sicherung des Brandschutzes wurde - wie bei Verkehrsunfällen üblich - ein Löschangriff mit Wasser, Pulver und Schaum in Bereitstellung vorgenommen.
Nach der Rettung und der weiteren Behandlung wurde der verletzte Fahrer durch den Rettungsdienst in die Asklepios-Kliniken nach Seesen transportiert. Der Fahrer des Sattelzuges wurde bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt und ins Krankenhaus transportiert.
Der ausgetretene Kraftstoff wurde mit mehreren Säcken Bindemittel abgestreut. Die Fahrbahn wurde nach der Bergung duch ein Spezialunternehmen gereinigt.
Einer der drei Diesel-Tanks wurde schließlich noch durch die Feuerwehrkräfte leer und der Kraftstoff in Ersatzbehälter umgepumpt.
Da auch ausgelaufene Betriebsstoffe in die Kanalisation gelangt waren, wurde die untere Wasserberhörde des Landkreises Goslar angefordert. Ebenso wurde der Rüstwagen der FTZ Bad Gandersheim zur Einsatzstelle beordert, um evtl. unterstützend eingreifen zu können – der Einsatz war jedoch nicht mehr erforderlich.
Nachdem die letzten Kräfte die Einsatzstelle um 05:05 Uhr verlassen hatten, war der Einsatz nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft um 05:20 Uhr beendet.
Während des Einsatzes und der anschließenden Bergungsarbeiten wurde die BAB 7 in Fahrtrichtung Nord voll gesperrt.
Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Seesen mit ELW 1, RW 2, LF 16, GW-Öl, MTW
Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) Bad Gandersheim mit RW 2 (Besetzt durch die FW Bad Gandersheim)
Rettungsdienst KWB Goslar mit RTW, NEF (Rettungswache Seesen)
Rettungsdienst Northeim mit RTW, NEF (Rettungswache Bad Gandersheim)
Autobahnpolizei Hildesheim
Bericht: Christian Sue
Weitere Informationen und Fotos in Kürze auf:
www.feuerwehr-seesen.de
Online: 12.5.09 10:15 • Newsgebiet: News • Alle Meldungen • Kommentare (0)
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